Bürgerschützen Ahlen Heinrich Jächter

Bürgerschützen Ahlen Heinrich Jächter

Oberleutnant „Spatz“ Jächter, 2015 auf der Festwiese (Bild  Archiv des BSV/ Foto D. Pfau)

Wer ihn etwas näher kannte, wusste dass er Heinrich hieß. Für alle anderen war er einfach nur „Spatz“. Im Alter von 79 Jahren ist Heinrich Jächter bereits am 14. März verstorben − genau an dem Tag, als sein Vereinskamerad im Bürgerschützenverein, Oberst a.D. Hans Brockmann, zu Grabe getragen wurde.

Dass er Benzin im Blut hatte und Roadster-Fahrer durch und durch war, zeigte sich im Alltag, indem er einen Mercedes  „300 SL–24“ aus den frühen Tagen der  Baureihe „R129“ pilotierte. War er aber auf schmalen Straßen des Münsterlandes unterwegs, fuhr er leidenschaftlich gerne mit seinem Arnolt Bristol Roadster. Mit diesem nahm er auch „mal eben“ am „Concours d’Elégance“ teil und räumte mit seinem  Fahrzeug prompt den ersten Preis ab. Der Wagen hat einen Sechs-Zylinder-Motor, der seine Verwandtschaft zum BMW 328 aus den 1930er Jahren nicht leugnen kann.  Nun sitzt er wohl mit Sterling Moss, Rudolf Caracciola und Huschke von Hanstein auf einer Wolke und wird sich das Oldtaimertreffen am „Pängel-Anton“ von oben betrachten.

Bürgerschützen Ahlen Heinrich Spatz Jächter

„Spatz“ aus der goldenen  Ära des Automobils (Bild: Rossen Gargolv)

„Spatz“ Jächter war Oberleutnant der ersten Kompanie und leidenschaftlicher Bürgerschütze. Die Schützenmesse ließ er sich nie entgehen, war aber als einer der letzten bekennenden Kneipengänger bis 2017 im Bierzelt ein „Luftüberlegenheitsjäger“. Spannende Geschichten hatte er immer auf Lager und verband das als alter Banker jedes Mal mit der passenden Seriosität. Als Mitglied des Jächter-Clans gehörte er zu den Poahlbürgern der Stadt und fand sich mit Ahlen  sehr verbunden.

Tschüß Spatz (Bild: Rossen Gargolv)

Hans Brockmann - Nachruf 2023

Glas ist überall in unserem Alltag vertreten. Doch aus diesem Alltäglichen machte Kunstglasermeister Hans Brockmann gerne etwas Besonderes. Vor wenigen Tagen ist der Ahlener verstorben. Im Mai wäre er 90 Jahre alt geworden.

„Man merkt gar nicht, wie die Jahrzehnte an einem vorüberziehen“, sagte Hans Brockmann vor acht Jahren, als ihm der Diamantene Meisterbrief überreicht wurde. Von 1956 bis 2008 war er Geschäftsführer der Bau- und Kunstglaserei Brockmann Doch auch in den Jahren danach blieb er weiter an alter Wirkungsstätte aktiv.

Die ersten beruflichen Schritte unternahm Hans Brockmann im April 1947 im Ahlener Zweigbetrieb der Hammer Firma Kloth. Später ging es im Hauptbetrieb weiter, worauf die damals üblichen „Gesellen-Wanderjahre“ folgten. Stationen Brockmanns waren unter anderem Lünen, Gütersloh und Köln. Die Meisterprüfung als Kunstglaser folgte am 30. Juli 1955 vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Köln. Die erste Anstellung als Meister führte den Ahlener nach München in die Bayerische Hofglasmalerei van Treeck.

Am 13. Oktober 1956 gründete Brockmann seinen eigenen Glaserbetrieb in Ahlen − zunächst in einer Werkstatt an der Weststraße 127. Schon in den ersten fünf Jahren vergrößerte er sich auf drei Gesellen und zwei Lehrlinge. 1962 folgte ein Umzug zur Weststraße 117. Im Jahr darauf heiratete Brockmann Gertrud Hartmann. Aus der Ehe gingen Sohn Thomas und Tochter Martina hervor. Wichtige Etappen der Firmengeschichte waren der Neubau im Gewerbegebiet Kleiwellenfeld 1969 sowie der Umzug in den nahen Neubau Mitte der 1990er Jahre.

Das Firmengründungsjahr 1956 war auch Brockmanns Eintrittsjahr in den Bürgerschützenverein. 1978 war er mit Erika Detmar König. 1984 wurde er zum Oberst ernannt. Amtshöhepunkt war 1988 das 300-jährige BSV-Bestehen unter dem Vorsitzenden Theo F. Leifeld. Für die Feierlichkeiten verschob Brockmann sogar seinen Hochzeitstag. 1994 übergab er sein Amt an Ludger Eckel.

Hans Brockmann - Nachruf 2023

Oberst Hans Brockmann – Von 1984 bis 1994 Schützen – Bataillons – Kommandeur bei den Bürgerschützen. 1978 Bürgerschützenkönig mit Königin Erika Detmar.

Text: AZ Ch. Wolff, Bild: Archiv des BSV/ D. Pfau

Eine motivierte Throngesellschaft in veränderter Saalaufteilung und die spürbare Lust der Gäste auf Musik, Tanz und gute Unterhaltungen prägten den Winterball des Bürgerschützenvereins Ahlen am Samstagabend in der Stadthalle. Im Beisein der Abordnungen befreundeter Vereine erlebten die Gäste und Aktiven eine Bilderbuchveranstaltung, die sicher noch lange im Gespräch bleiben wird.

Im Mittelpunkt der rauschenden Ballnacht standen König Bernhard Büscher, Königin Anne Gosda und ihr gesamter Hofstaat, die nach dem von den Jungschützen eingeleiteten Einmarsch unter den Klängen der Partyband „Motion Livemusik“ dafür sorgten, dass die Tanzfläche durchweg gefüllt blieb.

Top-Stimmung und durchweg volle Tanzfläche: Die Band „Motion Livemusik“ gab richtig Gas.

Zahlreiche Ehrengäste

Zu den Ehrengästen zählten Abordnungen zahlreicher befreundeter Vereine und Verbände, unter anderem die Majestäten Peter Klösener und Carina Grinsch (Schützengemeinschaft Ahlen), Timo Quante und Clara Bühlmeyer („Alt- und Neuahlen), Hermann Schlüter (St.-Sebastian-Schützengilde Beckum), Sebastian Brinkmann und Paula Figgener (Schützengesellschaft Oelde). Wer abseits von Theke und Tanzfläche etwas Kurzweil erleben wollte, war in der neuaufgestellten Fotobox richtig, in der bis in die Nacht hinein einmalige Aufnahmen entstanden sind.

Thomas Klotz, BSV-Majestät von 2020, begrüßte König Sebastian Brinkmann aus Oelde mit Anhang.

Vorsitzender Carsten Heitfeld, der erstmals in dieser Funktion die Begrüßung übernahm, ging insbesondere auf die vielzitierte Zeitenwende ein. „Nicht nur geopolitisch war das vergangene Jahr von unheilvollen Entwicklungen wie dem Krieg in der Ukraine und der deutschen Energiekrise geprägt“, sagte er. „Auch für unseren Verein war es ein außerordentlich ereignisreiches Jahr.“

Zunächst habe es den Wechsel der Schützenwiese zur „Hela-Radrennbahn“ gegeben, der viel Kraft gekostet, aber das „Wir-Gefühl“ gestärkt habe. Dann habe der langjährige Festwirt erklärt, dass er aufgrund von Umstrukturierungen und Personalmangel nicht mehr zur Verfügung stehe. Letztlich sei auch die Schießbude, die den BSV fast drei Jahrzehnte begleitet hat, 2023 nicht mehr dabei, da sie auf einem länger andauernden und damit lukrativeren Fest aufgestellt werde. Nun werde die alte „Hela-Bahn“ für eine Neubebauung vorbereitet, so dass erneut eine Festplatz-Alternative gesucht werden musste. „Sie merken, der Bürgerschützenverein steht gerade selbst mitten in einer Zeitenwende“, so Heitfeld. Aller Probleme zum Trotz habe der BSV Lösungen gefunden und wird nun ein völlig neu zugeschnittenes Sommerfest im Berliner Park feiern, kündigte der Schützen-Vorsitzende an.

Text & Fotos: Christian Wolff

Die dritte Kompanie unter dem Kommando von Hauptmann Norbert Deitermann traf sich in diesen Tagen in den Räumen von Heitkamm-Dachbaustoffe im Gewerbegebiet Vatheuershof. Unter der Federführung von Leutnant Gordon Waldmann wurde dort ausprobiert, was ein Fahrsimulator zu leisten imstande ist. Bis in die Nacht hinein genossen die Offiziere der dritten Kompanie eine Brotzeit und fuhren nebenbei immer wieder auf der Nordschleife um die Wette.

Einen Ausflug in die Geschichte des Bürgerschützenvereins Ahlen unternahmen am Sonntag mehr als 80 Besucher der zweiten Sonderausstellung im Obergeschoss der Gaststätte Geisthövel.

„Die heute als Gründungsjahr geführte Zahl 1688 bezieht sich lediglich auf den ältesten erhaltenen Schützenorden“, erklärte Inventarienverwalter Josef Ostermann. „Es ist inzwischen belegt, dass auch lange vorher schon Schützenfeste gefeiert wurden.“ Dazu gebe es interessante Ausführungen des Stadtchronisten Jürgen Rheker, der im Jahr 2012 gemeinsam mit einem eigens einberufenen Team den zweiten Band der Schützenhistorie herausgebracht hat.

Die Ausstellung umfasste neben zahlreichen Originalen – von der Kette bis zur Fahne – auch Abzüge von Aufnahmen aus dem BSV-Bildarchiv.

Die Gästeschar wurde ebenfalls von Sozial- und Kulturdezernentin Stephanie Kosbab bereichert, die sich sehr fürs Ahlener Schützenwesen interessierte. „Es ist festgehalten, dass die Feste und Versammlungen in den 1920er Jahren aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl derart aus allen Nähten platzten, dass die Gründung weiterer Schützenvereine die Folge war“, erläuterte Ostermann und freute sich, dass der zweite Teil der Schau auf noch größere Resonanz stieß als der erste.

Neben der Ausstellung sorgte die Familie Rogalla für die Beköstigung der Schützen und ihrer Gäste.

Südwall, Hela-Radrennbahn und Berliner Park: Die bisherigen Festplätze und den voraussichtlichen Nachfolger erwanderten einige Aktive des Bürgerschützenvereins Ahlen am Samstagnachmittag. Vorsitzender Carsten Heitfeld (l.) skizzierte dabei Vor- und Nachteile der Anlagen vom Ambiente bis zur Infrastruktur mit Strom- und Wasseranschlüssen. Zum Abschluss kamen die Offiziere einer Einladung ihres Majors Hendrik Koch nach. Gemeinsam mit der Nachbarschaft am Homannsweg hatte er einen kleinen Weihnachtstreff auf dem Hof Bolsenkötter auf die Beine gestellt, der sehr guten Anklang fand. Für die Beköstigung sorgte das Team des „Pier 59“ um Philipp Bake. Da war einiges mehr als Glühwein im Angebot. Und zum Aufwärmen lockte eine Feuerschale.

Foto: Christian Wolff

Mit einem umfangreichen Tagesprogramm hat sich die Königskompanie des Bürgerschützenvereins Ahlen in diesen Tagen zwischen Wadersloh, Langenberg und Rheda-Wiedenbrück bewegt. Sprecher Bernd Schulze Beerhorst hatte die Tagesroute ausgearbeitet.

Nach der Begrüßung der Majestäten, darunter der amtierende König Bernhard Büscher, ging es per Bus zu Schloss Crassenstein. Das historische Gebäude in Wadersloh hat in den vergangenen Jahrzehnten eine wechselhafte Geschichte durchlebt: Herrensitz, Internat, Leerstand, Forschungseinrichtung und nach unklarer Zukunft heute Privatschule. Frank Röschinger, selbst ehemalige Majestät der Ahlener Bürgerschützen, übernahm die Führung. „Hier verbindet sich traditioneller Charme und das kulturelle Erbe eines Internats in einem historischen Schloss mit einer dynamischen und modernen Lehr- und Lernumgebung“, hielt er fest.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem Biergarten in Langenberg ging es zur Besichtigung des Radio- und Telefonmuseums im Verstärkeramt Rheda-Wiedenbrück. „Wir waren hier schon einmal mit den Offizieren und dabei sehr begeistert“, sagte BSV-Vorsitzender Carsten Heitfeld. „Man entdeckt hier bei jedem Besuch etwas Neues.“ Zu sehen gab‘s allerhand Technisches, das viele Fahrtteilnehmer nicht mal mehr aus Kindertagen kannten.

Als es am Nachmittag zurück nach Ahlen ging, gab es folglich ausreichend Gesprächsstoff. Zum Ausklang mit Abendessen kehrten die Bürgerschützen-Könige ins Lokal Geisthövel ein.

Quelle: Christian Wolff

Die außergewöhnlich lange Regentschaft von Thomas Klotz hat ein Ende: Nach 1092 Tagen im Amt konnte der Bürgerschütze am Abend des Fronleichnamstages endlich das Zepter weitergeben – und zwar an Bernhard Büscher, der den langen Kampf an der Vogelstange um 19.23 Uhr mit dem 262. Schuss endlich beendete.

Vorausgegangen war ein echtes Bilderbuch-Schützenfest unter blauem Himmel und auf einem neuen Festplatz, der allseits Anklang fand. „Hier solltet ihr jetzt immer feiern“, war auch der Tenor eines Schützenbruders aus dem befreundeten Verein in Herringen.

Doch auch schon in den Stunden zuvor ging es ausgelassen zu. Jungschützen und Offiziere hatten sich zur Einstimmung im Garten des Vereinslokals „Chagall“ getroffen, um danach unter den schattigen Bäumen des Stadtparks zum ersten Mal gemeinsam anzutreten. Der Umzug zum Marktplatz, wo Totenehrung und Kranzniederlegung folgten, war dann auch mit dem glanzvollen Abschiedsauftritt des scheidenden Hofstaats verbunden. Vorsitzender Carsten Heitfeld hob in seinen Begrüßungsworten hervor, dass es gerade in diesen Zeiten zwischen Pandemie und Krieg in Europa nicht selbstverständlich sei, ein solches Fest feiern zu dürfen. „Wir halten an unseren Werten fest und stellen sie gerne nach außen dar“, sagte er. Der Verein wolle ein Zeichen setzen. „Deswegen lassen wir uns an diesem Wochenende die Freude nicht nehmen.“

Großen Dank richtete der Vorsitzende auch an Bürgermeister Dr. Alexander Berger und sein Team aus der Verwaltung, die gemeinsam mit dem Bürgerschützen-Vorstand an einem Strang gezogen haben, um den Wechsel des Festplatzes schnell und unkompliziert über die Bühne zu bringen. „Das hat uns aus einer großen Misere befreit“, so Heitfeld.

Schließlich waren über dem Hela-Gelände die ersten Schüsse zu hören und die Insignienschützen begannen, ihr Werk zu verrichten. Als besonders treffsicher erwies sich dabei Inventarienverwalter Josef Ostermann, der neben Apfel (42. Schuss) und Zepter (43. Schuss) sogar noch den rechten Flügel (128. Schuss) von der Stange holte. Martin Büscher landete einen doppelten Treffer: Mit dem 132. Schuss sicherte er sich den Stoß, nachdem er mit dem 72. Schuss bereits die Krone heruntergeholt hatte. Und als Herr des linken Flügels notierte Schießwart Patrick Sunderkemper den Schützenbruder Winfried Brüggemann.

Was folgte, waren erstaunlich wenig Aspiranten und lange Schießpausen, die dafür sorgten, dass sich die Zaungäste vermehrt an den Ständen und vor dem Zelt tummelten als an der Vogelstange. „Will denn heute keiner König werden?“, fragte Oberst Frank Beier in die Runde, während einige Schützen die Suche nach möglichen Kandidaten aufnahmen. Den einen oder anderen Schuss setzten dann immerhin Gerd Buller und Sebastian Wels ab, bis mit Bernhard Büscher letztlich ein Kamerad nach vorne schritt, der es sich – nach Absprache mit der Familie – durchaus zutraute, dieses besondere Amt zu übernehmen.

Quelle: AZ, von Christian Wolff

Die Vorfreude auf das nahende Schützenfest stand am Dienstagabend jedem Bürgerschützen ins Gesicht geschrieben. Gut drei Jahre ist es her, dass sich die Offiziere in trauter Runde am Vereinslokal „Chagall“ treffen konnten, um Ehrungen und Beförderungen vorzunehmen, die Festtage vorzubereiten und weitere Unternehmungen zu planen.

Applaus und Extra-„Horrido“

„In diesem Jahr müssen wir uns mehr ins Organisatorische einbinden“, sagte Oberst Frank Beier. Das liege nicht allein an der langen Festpause, sondern vor allem am anstehenden Wechsel der Festwiese vom Ostwall zur ehemaligen Hela-Radrennbahn (wir berichteten). „Jeder Offizier, der in den Tagen vor Fronleichnam etwas Zeit investieren kann, ist bei der Vorbereitung willkommen.“ Beier blickte dabei auf stolze 62 Offiziere, die sich im eigens reservierten Biergarten versammelt hatten.

Langen Applaus und ein Extra-„Horrido“ ernteten an diesem Abend die Jubilare. Stolze 70 Jahre im Offizierskorps ist Ferdinand Brockmann. „Er wurde Mitglied, als es noch keine Jungschützenabteilung gab, daher die lange Zeitspanne“, erläuterte der Oberst. Ihr Goldjubiläum feierten derweil Ludger Eckel und Paul Eustergerling. Ebenfalls mit einem Orden bedacht wurde der vormalige Oberst Marcel Damberg, dem die militärische Führung bei dieser Gelegenheit noch einmal Dank für alles Geleistete aussprach.

Oberst Frank Beier (l.), Major Hendrik Koch-Jaspert (r.) und Adjutant Jan Kaplan (7.v.l.) mit den Geehrten und Beförderten aus dem Offizierskorps des Bürgerschützenvereins Ahlen: Sebastian Untiedt, Sebastian Schroer, Christian Bienek, Peter Thiele, Maximilian Bienek, Ferdinand Brockmann, Ludger Eckel, Olaf Rittmeier und Andreas Mathis (v.l.).

Schließlich durften einige der Anwesenden vortreten. Zum Oberleutnant befördert wurden Andreas Mathis, Olaf Rittmeier und Peter Thiele. Zum Leutnant befördert wurden Christian Bienek, Maximilian Bienek, Sebastian Schroer und Sebastian Untiedt.

Lob für „Herr der Fördertöpfe“

Lobende Worte gab?s für Josef Ostermann, der sich nicht nur als „Pöttkesminister“ beim Pöttkes- und Töttkenmarkt einen Namen gemacht hat, sondern innerhalb des Schützenvereins auch als „Herr der Fördertöpfe“ gilt. „Er hat so manche Finanzmittel für uns locker gemacht“, so Frank Beier. Bei einem internen Aufruf seien außerdem 2160 Euro an Spenden für die Kriegsopfer in der Ukraine zusammengekommen. Apropos Spenden: Von der Flutkatastrophe gebeutelte Schützen im Raum Ahrweiler erhalten vom BSV eine neue Fahne. Übergabe und Weihe sollen am 25. Juni in Anwesenheit einer Ahlener Abordnung in Rheinland-Pfalz erfolgen.

Der ursprünglich für den 24. September geplante Herbstausflug des Offizierskorps muss verschoben werden, da gleich mehrere Kegelclubs aus den Reihen der Mitglieder zur selben Zeit „auf Achse“ sind. „Es sei denn, ihr nehmt uns auf Eure Ausflüge mit“, flachste einer der Aktiven.

Der Oberst ermunterte alle Offiziere, vom 16. bis 18. Juni aktiv am Schützenfest im neuen Umfeld teilzunehmen.

Quelle: AZ, von Christian Wolff

Glückliche Gesichter bei den Jungschützen des Bürgerschützenvereins: Stephan Hipper ist neuer Regent der Abteilung, die am Wochenende zudem ihren runden Geburtstag beginnt. Mit dreifachem „Horrido“ wurde die neue Nachwuchsmajestät begrüßt – und musste prompt die obligatorische Bierdusche über sich ergehen lassen.

Zwischen Bierzelt und Lagerfeuer

Der Samstag vor dem Schützenfest ist traditionell für den Nachwuchs reservier. Die Jungschützen des Bürgerschützenvereins Ahlen nahmen erneut den Hof Bolsenkötter in Beschlag, wo sich auch zahlreiche Offiziere einfanden, um gemeinsam zwischen Bierzelt und Lagerfeuer zu feiern.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand das 70-jährige Bestehen der Jungschützenabteilung – optisch unterstrichen durch eine große Torte, verziert mit dem bekannten Signet der jungen Truppe. Als Vertreter für Hauptmann Heiner Gosda übernahm „Spieß in spe“ Julius Heuser das Kommando.

Nach dem ersten Exerzieren und der Begrüßung von BSV-Majestät Thomas Klotz sowie der militärischen Führung mit Oberst Frank Beier und Major Hendrik Koch-Jaspert wurden auf grüner Wiese Beförderungen ausgesprochen: „Kammerbulle“ Jan Peters wurde zum Oberstabsfeldwebel ernannt. Zu Stabsfeldwebeln befördert wurden Axel Bogdanowicz, Heinrich Winkelmann jr. und Tim Hofmeister. Oberfeldwebel nennen sich fortan Joshua Sumpmann und Leonard Kern. Christoph Aulbur und Timon Behrens marschieren von nun an als Feldwebel mit. Den Dienstgrad des Stabsunteroffiziers erreichten Nils Rittmeier und Louis Haver.

Nach den Regularien und den ersten Königshuldigungen war der Abend noch lange nicht vorbei. Bei Gesprächen im Feuerschein ließ es sich noch einige Stunden gut aushalten. Und der eine oder andere Schütze wechselte im Laufe des Abends noch den Feierort und reihte sich gut gelaunt ins Ahlener Stadtfest-Getümmel ein.

Quelle: AZ, von Christian Wolff

Inventarienverwalter Josef Ostermann berichtete über die Entstehung der neuen Chronik

Um die Enge des Alten Ratssaals zu umgehen und sich sogar mal unter freiem Himmel zusammenfinden zu können, hatte Bürgermeister Dr. Alexander Berger den traditionellen Empfang der Ahlener Schützenvereine bewusst auf Mittrops Hof verlegt. Doch dann kam der Schnee – und das Spitzentreffen wurde doch wieder ins Innere verlegt. Dennoch bot die Diele letztlich genug Platz.

Bürgermeister empfängt Abordnungen der Ahlener Schützenvereine

„Ich weiß, Sie alle haben harte Zeiten hinter sich“, bekannte das Stadtoberhaupt. Zwei Jahre ohne Schützenfeste, ohne neue Regenten und mit wenigen kleinen Lichtblicken hatte die Corona-Pandemie den Grünröcken beschert. Umso größer seien jetzt Wunsch und Wille, „es endlich mal wieder durchzuziehen“.

Bis auf den Allgemeinen Bürgerschützenverein (ABSV), der sich zu Christi Himmelfahrt mit einem internen Treffen begnügt, wollen alle Ahlener Schützenvereine wieder ein halbwegs normales Hochfest auf die Beine stellen – und zwar an den altbekannten Terminen, was natürlich in einigen Fällen wieder Terminkollisionen zur Folge hat.

Lebendiger Beweis einer friedlichen Tradition

Die vertretenen Regenten und Vorsitzenden hielten ebenfalls nicht hinterm Berg, dass die Kosten für die Ausrichtung zum Teil enorm gestiegen seien. Zelte, Bands und Caterer verlangten deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Hinzu komme die nötige Prüfung von Schießständen und Vogelstangen, die ebenfalls einen Kostenfaktor ausmachen. „Ich würde vorschlagen, dass wir in diesem Punkt gemeinsam ein Konzept erarbeiten“, sagte Dietmar Kupfernagel (Schützengemeinschaft Ahlen). Möglicherweise ließe sich durch ein geschlossenes Auftreten als Arbeitsgemeinschaft doch noch Kosten sparen.

Für Hans Droste aus Dolberg war der Empfang übrigens die erste Gelegenheit, die neue „kleine Stadtschützenkönigskette“ überhaupt zu tragen. Er berichtete den Anwesenden auch über eine angeregte Vorstandsdiskussion, ob angesichts des Krieges in der Ukraine überhaupt ein Schützenfest gefeiert werden soll. „Am Ende waren alle der Meinung: ja.“ Denn die Schützenvereine seien der lebendige Beweis dafür, dass jene Traditionsvereine für gesellschaftliche Werte, Zusammenhalt und den friedlichen Gebrauch von Waffen stehen. Gleichzeitig sollen sie daran erinnern, dass die Schützen aus den alten Bürgerwehren hervorgegangen sind und ein einträchtiges Miteinander wie sie es heute pflegen, nicht selbstverständlich ist. Droste erhielt viel Applaus für seine Ausführungen.

Einen eigenen Programmpunkt gestaltete an diesem Abend der Bürgerschützenverein Ahlen. Inventarien Verwalter Josef Ostermann berichtete über die Entstehung der neuen Chronik, die jeden einzelnen erhaltenen Orden des auf 1688 datierten Vereins beleuchtet. Jede Abordnung erhielt ein Exemplar als Geschenk. Darüber hinaus warb Ostermann für die Nutzung von Fördertöpfen. „Der Neustart der Vereine nach Corona wird auch vom Land kräftig unterstützt und es sind einige Fristen verlängert worden“, sagte er. Das könne sich lohnen. So hätten die Bürgerschützen wesentliche Teile ihres Buchprojekts, eine historische Ausstellung sowie das erste Biwak seit Pandemiebeginn im vorigen Herbst in wesentlichen Teilen über Fördermittel finanziert.

Quelle: AZ, von Christian Wolff

Grüße vom Bundestagsabgeordneten Henning Rehbaum, der die Bürgerschützen regelmäßig besucht, übermittelte Hauptmann Josef Ostermann – verbunden mit der Bitte, die Förderprogramme für Vereine weiter rege zu nutzen.

Adjutant des Oberst Oberleutnant Jan Kaplan, Oberst Frank Beier. Inventarien Verwalter Hauptmann Josef Ostermann und AZ Lokal Redaktor Leutnant Christian Wolff

Analoges von gestern trifft auf Digitales von heute und morgen

chw AHLEN / DORTMUND Wer erinnert sich noch daran, als Zeitungsseiten in Blei gegossen, bevor sie gedruckt wurden? Oder als ein Taschenrechner so groß wie ein Fernseher war? „Dasa“ – die größte Arbeitswelt-Ausstellung in Deutschland – zeigt?s in Dortmund.

Der kreative Lernort für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mit Freizeitwert war am Samstag Ziel eines Ausflugs der Offiziere des Bürgerschützenvereins Ahlen. Das heutige Ausstellungsgebäude wurde im Jahr 2000 als dezentraler Standort der Weltausstellung „Expo 2000“ mit 13 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche fertiggestellt. Weiterhin ist es ein ausgewählter Ort der Initiative „Land der Ideen“.

Abschluss im Brauhaus

Die Schützen staunten nicht nur über die Exponate aus vergangenen Arbeitswelten ganz ohne digitale Hilfsmittel, sondern auch über aktuelle technische Beispiele und Modelle der Zukunft. Dabei zeigte sich, wie sich soziale Probleme über die Jahrhunderte hinweg immer wieder mit dem Arbeitsleben verbinden. Einige Ausstellungsbereiche luden die Teilnehmer direkt zum Mitmachen ein.

Im Anschluss kehrten die Ahlener im Hövels-Brauhaus ein. „Eine gemeinsame Fahrt mit dem Bus konnten wir lange nicht unternehmen“, sagte Oberst Frank Beier. Coronabedingt war der letzte Ausflug der Abteilung unter freiem Himmel als spätsommerliche Radtour erfolgt. Nun seien die Offiziere frohen Mutes, nicht nur wieder häufiger zusammenkommen, sondern auch ein Schützenfest feiern zu können.

Quelle: AZ, von Christian Wolff

Die Ahlener Bürgerschützen waren wieder auf Tour: Oberst Frank Beier (4.v.r.) begrüßte eine Abordnung des Offizierskorps in Deutschlands größter Arbeitswelt-Ausstellung in Dortmund.

Coronamaßnahmen lassen grüßen. Zugoffizier der Jungschützen Oberleutnant Bernhard Mathew