Willi, wie Hochwürden, von allen liebevoll genannt wird, wurde im Gottesdienst Applaus gespendet. Doch die Worte, die Pfarrer Willi Stroband am Schützenfestfreitag in der St.- Bartholomäus – Kirche fand, beeindruckten nicht nur uns Bürgerschützen und unsere Gäste.

Der Geistliche, der gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen Martin Frost den ökumenischen Gottesdienst zelebrierte, hob hervor, was Schützenfeste eigentlich wertvoll macht. Es sei jedem möglich sich „auch mal fallen zu lassen“, weil Menschen da seien, die einen auffangen. „Verbrüderung und Kameradschaft sind schöne Worte“, sagte er. Leider seien sie in unheilvollen Zeiten missbraucht worden, weshalb ihre Bedeutung lange Zeit in weniger gutem Licht gestanden haben. Inzwischen wisse man jedoch wieder, sie richtig zu schätzen, was Stroband sehr freute.

Majestäten brauchen Sonne – Der BSV im Lambertusdorf beim Stadtschützenfest

Bei hochsommerlichen Temperaturen nahmen der Bürgerschützenthron mit seiner Majestät Wolfgang Schroer und seiner Königin Marion Bussmann samt einer stattlichen Abordnung am Stadtschützenfest teil. Geleitschutz gaben ihnen die Königsoffiziere Leutnant Bastian Bienek (l.) und Leutnant Janis Bauer. Siebzig gekrönte Häupter aus der Stadt Ahlen stellten sich dem Wettkampf an der Vogelstange anlässlich des Stadtschützenfestes in Dolberg.

Unter der organisatorischen Federführung von Major Frank Beier und dem Oberbefehl von Oberst Marcel Damberg marschierte die Abordnung der Bürgerschützen als Teil des „Bataillon Ahlen“ mit zum Schützenplatz.

Strahlender Sieger beim Stadtschützenfest in Dolberg: Johannes Droste, Vorsitzender des Schützenvereins Dolberg, sicherte sich die Königswürde und übernahm das Amt vom Stadtschützenkönig Michael Dufhues (Gemütlicher Westen).

Mit der Geschichte der Funk- und Fernsehtechnik haben sich in diesen Tagen die Offiziere befasst. Dazu besuchten sie das Museum im Verstärkeramt St. Vit.

Oberst Marcel Damberg übernahm am Morgen bei Abfahrt am Restaurant „Chagall“ die Begrüßung der über 30 Schützen, darunter auch die amtierende Majestät Wolfgang Schroer. Dann ging es mit dem Bus auf Entdeckungstour. In den 1920er Jahren entwickelte sich Wiedenbrück zu einem Fernkabelknotenpunkt für das Telefon- und Fernschreibwesen. Im Zuge der Kriegsvorbereitungen begannnen im Jahr 1938 die Bauarbeiten für ein Verstärkeramt zur Signalanhebung, um die Verluste auf den Fernkabeln auszugleichen. Die 2000 Quadratmeter unterirdischen Bunker bekamen zur Tarnung ein nachempfundenes westfälisches Bauerhaus aufgesetzt. Noch heute ist für Passanten kaum erkennbar, welches Ausmaß die unterirdischen Räume mit ihren meterdicken Mauern im Untergrund haben.

In liebevoll zusammengetragenen Ausstellungen, teilweise in nachgebauten Wohnzimmern der Wirtschaftswunderzeit, lassen sich heute allerhand technische Entdeckungen machen. Grammophon, Röhrenradios, Telefone, Tonbandgeräte und Musikboxen versetzten die Schützen in frühere Zeiten. Inzwischen kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Anlage und betreibt dort auch ein kleines Cafe.

Im Anschluss an die von Oberleutnant Josef Ostermann ausgearbeitete Museumstour ging es zur Führung durch die Wiedenbrücker Altstadt, bei der spontan auch Kontakte zum Wiedenbrücker Bürgerschützenverein St. Sebastian geknüpft wurden.

Einen gemütlichen Ausklang gab es im Hause Schroer, in Ahlen bei einem Biwak. „Königinnen Mutter“ Ulrike Schroer (Sprecherin der Gemeinschaft der Königinnen) und seine Majestät Wolfgang  Schroer luden zum Abendessen und ein Bier um ein Lagerfeuer ein. Gerüchten zu folge sollen die letzen Gäste kurz vor Mitternacht gegangen sein. AZ Christian Wolff

Nicht nur repräsentative Aufgaben hat seine Majestät Wolfgang Schroer als König der Bürgerschützen, sondern auch Einfluss nehmen und Mitgestalten sind Spuren, die der anstierende König in seinem Regentschaftsjahr in der Vereinsarbeit des Vorstandes hinterlässt. Hier auf der Jahreshauptversammlung im „Chagall“. (v.l.) König Wolfgang Schroer, Hauptmann Oliver Rasfeld (Schriftführer), Oberleutnant Holger Steinhoff (II. Vorsitzender), Hauptmann Horst Schenkel (I. Vorsitzender) und Oberleutnant Thomas Klotz (Schatzmeister).

 

Energiepolitik und Kraftwerkstechnik in NRW

In der Besichtigungsreihe Energiepolitik und Bergbautechnik in NRW besichtigten die Offiziere im letzten Jahr den Braunkohle – Tagebau der RWE Power AG, die Grube Garzweiler I. In diesem Jahr nahmen sich das Offizierskorps getreu dem Motto: Energiepolitik ganz in unserer Nähe, das Schwarzkohlekraftwerk Westfalen der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke AG (RWE) im Uentroper Stadtteil Schmehausen vor. Auf Europas größter Kraftwerksbaustelle wurden zwei neue 800 Megawatt Steinkohleblöcke für je 1,2 Milliarden Euro im Jahre 2014 an der Lippe errichtet. 2015 ging aber nur Block E ans Stromnetz, da noch in der Betriebnamephase aufgrund schwerwiegender technischer und wirtschaftlicher Probleme Block D wieder stillgelegt wurde.

Ein Atomreaktor der Technik „THTR“ Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor-300 befindet sich auch noch auf dem Kraftwerksgelände. Er ging 1983 in Betrieb und wurde vom Betreiber 1989 außer Betrieb genommen. Das schwer strahlende Material befindet sich heute im Atomzwischenlager in Ahaus.

Seit 1963 gibt es das Kraftwerksgelände in Schmehausen mit zwei 152-Megawatt-Blöcken (A und B). 1969 kam ein weiterer Block (Block C) mit einer Nettoleistung von 284 Megawatt hinzu. Während die Blöcke A und B noch für eine Mischfeuerung mit Öl ausgelegt waren, wurde Block C von vornherein für den alleinigen Einsatz von Steinkohle konzipiert. Die Blöcke wurden mit Inbetriebnahme von Block E 2015 stillgelegt.

Die Kohle wird über den Datteln-Hamm-Kanal zum Kraftwerk gebracht; sie stammt aus Osteuropa und aus Übersee (Australien, Südafrika und Südamerika). Bis Ende des Jahres wird noch etwas Kohle aus den 2 deutschen Bergwerken Prosper – Haniel (Bottrop) und Bergwerk Ibbenbüren zugefeuert. Dann endet der deutsche Steinkohlebergbau.

Zwei sportliche Herausforderungen stellten sich dem Offizierskorps mit der Radtour nach Hamm Untrop. Die eine ganz Sportliche auf der Wasserskianlage Uentrop und die nicht ganz so Herausfordernde zum Kraftwerk Westfalen. Der Einladung des Offizierkorps sind auch zahlreiche Jungschützen als Gäste gefolgt. Nach Besichtigung des Kraftwerks grillten gemeinsam die beiden Gruppen an der Wasserskianlage. Am späten Nachmittag ging es per Rad und über die Lippefähre zurück nach Ahlen, wo Offiziere und Jungschützen noch einen gemütlichen Abschluss des Ausfluges im Vereinslokal „Chagall“ verbrachten.

Wozu braucht ein König eine Burg?
Diese Frage stellten sich jetzt die Mitglieder der Königskompanie im BSV. Um der Antwort etwas näher zu kommen, besuchten die ehemaligen Majestäten und seine Majestät Wolfgang I. die münsterländische Wasserburg Vischering. Trotz eines fast vollständigen Neubaues im 16. Jahrhundert hat die Burg ihren wehrhaften Charakter weitgehend erhalten. Als Trotzburg durch den Bischof von Münster in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich die Burg zu Vischering, deren Eigentum die Anlage heute noch ist. Den Abschluss des Ausfluges verbrachte die Königskompanie im Vereinslokal „Chagall“.

Quelle: Ahlener Zeitung, 11. September; Autor: Christian Wolff

Neuen Geleitschutz bekommt Fahnenoffizier Leutnant Jan Kaplan. Leutnant Dennis Morsek und Leutnant Hendrik Westhölter übergeben Ihren Fahnenbegleitoffiziersäbel an Leutnant Jan Hörster und Leutnant Michael Krüger.

Es ist für den Oberst immer ein Vergnügen, wenn Offiziere einen Dienstposten im Offizierskorp übernehmen. Wenn die Offiziere dann auch noch „Eigengewächse“ aus dem Jüngschützenkorps sind, ist es ein besonderes Vergnügen, die Offiziere zu Bestallen und in Ihrer Funktionen einzusetzen.

Bernhard Mathew wird durch Anlegen der aus Metallgespinst gefertigten, goldenen Fangschnur durch Hauptmann Oliver Raesfeld zum leitenden Zugoffizier der Jungschützen ernannt (Ursprünglich sollte die Fangschnur verhindern, dass der Träger seine Kopfbedeckung verliert).

Unter den wohlwollenden Augen seiner Majestät Marcel Damberg und in Anwesenheit seiner Throngesellschaft wird auf der Schützenwiese das Kommando über das Jungschützenkorps vom Hauptmann der Jungschützen Thomas Schulze Beerhorst an Hauptmann Heiner Gosda durch Oberst a.D. Bernhard Büscher übergeben.

Glückwünsche seiner Majestät an den neuen Hauptmann der Jungschützen.

Durch die Übergabe des Dienstsäbels vom neuen Hauptmann der Jungschützen an Lt. Bernhard Mathew wird seine Bestallung besiegelt.

Das Jungschützenfest ist der letzte Termin der Formaldienstausbildung der Jungschützen, Offiziersanwärter und Fahnenabordnungen. Die Avantgarde des BSV hat in den letzten Jahren aus diesem Termin etwas ganz Besonderes gemacht: Vom Spanferkel auf Porzellan, über die Beförderungen, der Hut Taufe bis zum Jungschützen Königsschuss.

Man muss Traditionen kennen, um sie brechen zu dürfen. Das nahm sich Stabsgefreiter Tobias Ostermann zu Herzen und sagte: „Heute ein König“ und schoss den Jungschützenvogel ab.

Das Quartett Hauptmann der Jungschützen Thomas Schulze Beerhorst, Haup. Heiner Gosda, OLt. Bernhard Mathew und Spieß – OStFw. Julius Heuser haben sich einen ganz besonderen Dank an OLt. Koch ausgedacht. Das Original Fotobuch aus dem Nachlass von Annelie Leifeld, das Haup. Thomas Schulze Beerhorst anlässlich seines Antrittsbesuches bei Frau Leifeld übergab, wurde dem Gastgeber übergeben. Als Dank und mit dem Wunsch auch in Zukunft den Hof Bolsenkötter zum Schützenplatz umfunktionieren zu dürfen. „Wir können hier feiern, bis ich nicht mehr laufen kann“, zu dieser Aussage ließ sich der Gastgeber hinreißen.

Auszüge aus den Beförderungen: Zum Gefreiten befördert wurden Maximilian Dolowy (l.) und Nils Rittmeier.

Ein prächtiger Sonnenuntergang unterstützte die Atmosphäre und die Anwärter sorgten für die passende Kühlung.

Heinrich Winkelmann jr. (l.) Axel Bogdanowicz und Tim Hofmeister nahmen ihre Beförderung zum Stabsunteroffizier entgegen.

Um 23. Uhr befahl Haup. Thomas Schulze Beerhorst zum ersten Mal den kleinen Zapfenstreich im Rahmen des Jungschützenfestes und man fühlte: Hier bin ich Schütze, hier will ich sein.