Nach über zwei Jahren Zwangspause haben die Bürgerschützen am Mittwochabend in der Stadthalle ihre Jahreshauptversammlung abhalten können. Ergebnis: Der wiedergewählte Vorsitzende Horst Schenkel steht auch in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Vorstandsteams.

Im großen Saal der Stadthalle konnte jeder Teilnehmer an einem eigenen Tisch Platz nehmen und so Abstand zu seinem Nachbarn halten. Zunächst richtete der Vorsitzende sein „Horrido“ besonders an die Ehrenmitglieder Theo Ostermann, Bernhard Schulze Beerhorst und Udo Hinkelmann sowie an den seit zwei Jahren amtierenden König Thomas Klotz. Nach dem traditionellen Totengedenken startete Horst Schenkel seinen Vorstandsbericht, der aufgrund des Ausfalls der Schützenfeste sowie weiterer gesellschaftlicher Treffen recht kurz ausfiel. „Der Schatten der Pandemie liegt noch immer über uns und unser Vereinsleben wurde bis ins Mark getroffen. Soziale Kontakte fanden wenig bis gar nicht statt“, fasste Schenkel das Geschehen zusammen.

Die Zeit in der Pandemie sei trotzdem für einige erfolgreiche Projekte wie die Restaurierung der Vereinsfahne, die Aufarbeitung des Schellenbaums und das Buchprojekt über die Königsorden des Bürgerschützenvereins genutzt worden, berichtete er. Ein Dankeschön für die Umsetzung der Projekte ging dabei an den Inventarienverwalter Josef Ostermann. Den Dank gab dieser an alle weiter, die ihn bei der Umsetzung der Projekte unterstützt haben. Weiteres Lob ging an Heiner Gosda, unter dessen Leitung in regelmäßigen Abständen eine Arbeitsgruppe tagt, die sich aktiv mit möglichen Verbesserungen der Vereinsveranstaltungen beschäftigt. Beim militärischen Vorstand – Oberst Frank Beier, Major Hendrik Koch-Jaspert und Adjutant Jan Kaplan – bedankte sich Horst Schenkel ebenfalls, denn sie hatten eine Fahrradtour auf die Beine gestellt und laden am 11. September zu einem Biwak für alle Jungschützen und Offiziere ein. Ob der Winterball 2022 stattfinden kann, ist noch ungewiss. Der Vorsitzende ließ auch offen, ob das Schützenfest 2022 stattfinden kann. Die Entscheidung darüber falle im Frühjahr.

Der Bericht des Schatzmeisters Thomas Klotz basierte auf der Grundlage einer soliden Kassensituation und vor dem Hintergrund einer aktuellen Mitgliederzahl von 436 Personen. Kassenprüfer Hendrik Westhölter beantragte anschließend die Entlastung des Kassenwartes sowie des gesamten Vorstands. Die positive Abstimmung erfolgte einstimmig. Ebenfalls unter der Leitung von Hendrik Westhölter stimmten die Mitglieder für die Wiederwahl des Vorsitzenden Horst Schenkel. Bis auf Schriftführer Oliver Rasfeld, der sich auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl stellte, wurden folgende Schützenbrüder in ihren Ämtern bestätigt: Vize- Vorsitzender Holger Steinhoff, Schatzmeister Thomas Klotz, stellvertretender Schriftführer Peter Grebenstein, Inventarienverwalter Josef Ostermann, Schießwart Patrick Sunderkemper, Musikinspizient Marcel Jäger, Quartiermeister Lennart Hartmann, Presseoffizier Dirk Rösner, Justiziar Karsten Havighorst und Kinderfestorganisator Philipp Frenz. Zum neuen Kassenprüfer wurde Heiner Büscher gewählt.

Quartiermeister Oberleutnant Lennart Hartmann, 1. Vorsitzender Hauptmann Horst Schenkel, Justiziar Schütze Karsten Havighorst, Schriftführer Leutnant Hendrik Westhölter, Oberst Frank Beier, Presseoffizier Oberleutnant Dirk B. Rösner, Hauptmann der Jungschützen Heiner Gosda, Seine Majestät und Schatzmeister Oberleutnant Thomas Klotz, 2. Vorsitzender Oberleutnant Holger Steinhoff, Schießhauptmann Patrick Sunderkemper, Inventarienverwalter Oberleutnant Josef Ostermann(v.l.)
Bild: Archiv des BSV / Foto: Werner Fechner

Als Nachfolger für den nach 20 Jahren aus seinem Amt geschiedenen Schriftführer Oliver Rasfeld wählten die Bürgerschützen Hendrik Westhölter. Neben Dank, Anerkennung und Wertschätzung für seine Arbeit nahm Rasfeld noch einen Präsentkorb aus der Hand seiner Vorstandskollegen entgegen.

1. Vorsitzender Horst Schenkel, Schriftführer Oliver Rasfeld, 2. Vorsitzender Holger Steinhoff, Schatzmeister Thomas Klotz (v.l.)
Bild: Archiv des BSV / Foto: Werner Fechner

Gegen Ende der Versammlung hörten die Schützen noch kurze Berichte von Bernhard Schulze Beerhorst über die Königskompanie, Frank Beier über das Offizierskorps und Heiner Gosda über die Jungschützen.

Text und Fotos: Werner Fechner