Das Jungschützenfest ist der letzte Termin der Formaldienstausbildung der Jungschützen, Offiziersanwärter und Fahnenabordnungen. Die Avantgarde des BSV hat in den letzten Jahren aus diesem Termin etwas ganz Besonderes gemacht: Vom Büfett auf Porzellan, über die Beförderungen, der Hut Taufe bis hin zum Jungschützen Königsschuss.

Pünktlich um 14 Uhr begann das Antreten in voller Uniform und mit Karabinern, wobei Spieß Julius Heuser genauestens auf die Einhaltung des Exerzierreglements achtete. Auch die neuen Fahnenoffiziere Leutnant Jan Hörster und Lt. Torben Hylsky nahmen am Exerzieren teil, um den sicheren Umgang mit dem Banner der Kompanie zu üben. Nach einigen Märschen durch die Bauernschaft Ester, kam die Kompanie wieder auf dem Hof an, wo Hauptmann Heiner Gosda den Inventarienverwalter OLt. Josef Ostermann begrüßte. Ostermann bedankte sie für den besonderen Empfang und übergab einen historischen Sponton als Geschenk an die Jungschützen. Aus Anlass seiner 25 jährigen Korpszugehörigkeit als Offizier und den Bedarf einer Spitze für die neue Jungschützenstandarte schaute sich Ostermann nach einem Sponton aus den 1840er Jahren um. Fündig geworden und nach Aufbereitung durch OLt. Raphael Fischer übereichte Josef Ostermann das historische Stück an den neuen Fahnenoffizier Lt. Jan Hörster.

Später ließ Hauptmann Heiner Gosda die Jungschützen zur Beförderung antreten Bent Gosda und Jan Peters erreichten dabei den höchsten im Jungschützenkorps zu vergebenden Dienstgrad Stabsfeldwebel. Stabsunteroffizier Phillipp Frenz wurde in seinem letzten Jahr als Jungschütze noch einmal zum Feldwebel befördert und bedankte sich bereits im Voraus mit einer Einladung zum Frühschoppen am Schützenfest-Donnerstag. Hausherr Hendrik Koch, sowie Andre Bockmühl erhielten im Anschluss an die Beförderungen ihr Offizierspatent aus der Hand vom Oberst Marcel Damberg. Als Fahnenoffizier der Jungschützen ist Bockmühl fortan Leutnant, Koch folgt als Major auf Frank Beier und ist nun stellvertretender Bataillonskommandeur.

Schließlich begann das Vogelschießen – ein heißes Rennen um die Königswürde der Jungschützen. Nachdem sich der Adler, geliefert durch Unteroffizier Leonard Kern, als zäh erwies, schaffte es Kammerbulle Jan Peters die Regentschaft zu erlangen.