Mit der Geschichte der Funk- und Fernsehtechnik haben sich in diesen Tagen die Offiziere befasst. Dazu besuchten sie das Museum im Verstärkeramt St. Vit.

Oberst Marcel Damberg übernahm am Morgen bei Abfahrt am Restaurant „Chagall“ die Begrüßung der über 30 Schützen, darunter auch die amtierende Majestät Wolfgang Schroer. Dann ging es mit dem Bus auf Entdeckungstour. In den 1920er Jahren entwickelte sich Wiedenbrück zu einem Fernkabelknotenpunkt für das Telefon- und Fernschreibwesen. Im Zuge der Kriegsvorbereitungen begannnen im Jahr 1938 die Bauarbeiten für ein Verstärkeramt zur Signalanhebung, um die Verluste auf den Fernkabeln auszugleichen. Die 2000 Quadratmeter unterirdischen Bunker bekamen zur Tarnung ein nachempfundenes westfälisches Bauerhaus aufgesetzt. Noch heute ist für Passanten kaum erkennbar, welches Ausmaß die unterirdischen Räume mit ihren meterdicken Mauern im Untergrund haben.

In liebevoll zusammengetragenen Ausstellungen, teilweise in nachgebauten Wohnzimmern der Wirtschaftswunderzeit, lassen sich heute allerhand technische Entdeckungen machen. Grammophon, Röhrenradios, Telefone, Tonbandgeräte und Musikboxen versetzten die Schützen in frühere Zeiten. Inzwischen kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Anlage und betreibt dort auch ein kleines Cafe.

Im Anschluss an die von Oberleutnant Josef Ostermann ausgearbeitete Museumstour ging es zur Führung durch die Wiedenbrücker Altstadt, bei der spontan auch Kontakte zum Wiedenbrücker Bürgerschützenverein St. Sebastian geknüpft wurden.

Einen gemütlichen Ausklang gab es im Hause Schroer, in Ahlen bei einem Biwak. „Königinnen Mutter“ Ulrike Schroer (Sprecherin der Gemeinschaft der Königinnen) und seine Majestät Wolfgang  Schroer luden zum Abendessen und ein Bier um ein Lagerfeuer ein. Gerüchten zu folge sollen die letzen Gäste kurz vor Mitternacht gegangen sein. AZ Christian Wolff

Nicht nur repräsentative Aufgaben hat seine Majestät Wolfgang Schroer als König der Bürgerschützen, sondern auch Einfluss nehmen und Mitgestalten sind Spuren, die der anstierende König in seinem Regentschaftsjahr in der Vereinsarbeit des Vorstandes hinterlässt. Hier auf der Jahreshauptversammlung im „Chagall“. (v.l.) König Wolfgang Schroer, Hauptmann Oliver Rasfeld (Schriftführer), Oberleutnant Holger Steinhoff (II. Vorsitzender), Hauptmann Horst Schenkel (I. Vorsitzender) und Oberleutnant Thomas Klotz (Schatzmeister).

 

Energiepolitik und Kraftwerkstechnik in NRW

In der Besichtigungsreihe Energiepolitik und Bergbautechnik in NRW besichtigten die Offiziere im letzten Jahr den Braunkohle – Tagebau der RWE Power AG, die Grube Garzweiler I. In diesem Jahr nahmen sich das Offizierskorps getreu dem Motto: Energiepolitik ganz in unserer Nähe, das Schwarzkohlekraftwerk Westfalen der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke AG (RWE) im Uentroper Stadtteil Schmehausen vor. Auf Europas größter Kraftwerksbaustelle wurden zwei neue 800 Megawatt Steinkohleblöcke für je 1,2 Milliarden Euro im Jahre 2014 an der Lippe errichtet. 2015 ging aber nur Block E ans Stromnetz, da noch in der Betriebnamephase aufgrund schwerwiegender technischer und wirtschaftlicher Probleme Block D wieder stillgelegt wurde.

Ein Atomreaktor der Technik „THTR“ Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor-300 befindet sich auch noch auf dem Kraftwerksgelände. Er ging 1983 in Betrieb und wurde vom Betreiber 1989 außer Betrieb genommen. Das schwer strahlende Material befindet sich heute im Atomzwischenlager in Ahaus.

Seit 1963 gibt es das Kraftwerksgelände in Schmehausen mit zwei 152-Megawatt-Blöcken (A und B). 1969 kam ein weiterer Block (Block C) mit einer Nettoleistung von 284 Megawatt hinzu. Während die Blöcke A und B noch für eine Mischfeuerung mit Öl ausgelegt waren, wurde Block C von vornherein für den alleinigen Einsatz von Steinkohle konzipiert. Die Blöcke wurden mit Inbetriebnahme von Block E 2015 stillgelegt.

Die Kohle wird über den Datteln-Hamm-Kanal zum Kraftwerk gebracht; sie stammt aus Osteuropa und aus Übersee (Australien, Südafrika und Südamerika). Bis Ende des Jahres wird noch etwas Kohle aus den 2 deutschen Bergwerken Prosper – Haniel (Bottrop) und Bergwerk Ibbenbüren zugefeuert. Dann endet der deutsche Steinkohlebergbau.

Zwei sportliche Herausforderungen stellten sich dem Offizierskorps mit der Radtour nach Hamm Untrop. Die eine ganz Sportliche auf der Wasserskianlage Uentrop und die nicht ganz so Herausfordernde zum Kraftwerk Westfalen. Der Einladung des Offizierkorps sind auch zahlreiche Jungschützen als Gäste gefolgt. Nach Besichtigung des Kraftwerks grillten gemeinsam die beiden Gruppen an der Wasserskianlage. Am späten Nachmittag ging es per Rad und über die Lippefähre zurück nach Ahlen, wo Offiziere und Jungschützen noch einen gemütlichen Abschluss des Ausfluges im Vereinslokal „Chagall“ verbrachten.

Wozu braucht ein König eine Burg?
Diese Frage stellten sich jetzt die Mitglieder der Königskompanie im BSV. Um der Antwort etwas näher zu kommen, besuchten die ehemaligen Majestäten und seine Majestät Wolfgang I. die münsterländische Wasserburg Vischering. Trotz eines fast vollständigen Neubaues im 16. Jahrhundert hat die Burg ihren wehrhaften Charakter weitgehend erhalten. Als Trotzburg durch den Bischof von Münster in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich die Burg zu Vischering, deren Eigentum die Anlage heute noch ist. Den Abschluss des Ausfluges verbrachte die Königskompanie im Vereinslokal „Chagall“.
Quelle: Ahlener Zeitung, 11. September; Autor: Christian Wolff

Neuen Geleitschutz bekommt Fahnenoffizier Leutnant Jan Kaplan. Leutnant Dennis Morsek und Leutnant Hendrik Westhölter übergeben Ihren Fahnenbegleitoffiziersäbel an Leutnant Jan Hörster und Leutnant Michael Krüger.

Es ist für den Oberst immer ein Vergnügen, wenn Offiziere einen Dienstposten im Offizierskorp übernehmen. Wenn die Offiziere dann auch noch „Eigengewächse“ aus dem Jüngschützenkorps sind, ist es ein besonderes Vergnügen, die Offiziere zu Bestallen und in Ihrer Funktionen einzusetzen.

Bernhard Mathew wird durch Anlegen der aus Metallgespinst gefertigten, goldenen Fangschnur durch Hauptmann Oliver Raesfeld zum leitenden Zugoffizier der Jungschützen ernannt (Ursprünglich sollte die Fangschnur verhindern, dass der Träger seine Kopfbedeckung verliert).

Unter den wohlwollenden Augen seiner Majestät Marcel Damberg und in Anwesenheit seiner Throngesellschaft wird auf der Schützenwiese das Kommando über das Jungschützenkorps vom Hauptmann der Jungschützen Thomas Schulze Beerhorst an Hauptmann Heiner Gosda durch Oberst a.D. Bernhard Büscher übergeben.

Glückwünsche seiner Majestät an den neuen Hauptmann der Jungschützen.

Durch die Übergabe des Dienstsäbels vom neuen Hauptmann der Jungschützen an Lt. Bernhard Mathew wird seine Bestallung besiegelt.

Das Jungschützenfest ist der letzte Termin der Formaldienstausbildung der Jungschützen, Offiziersanwärter und Fahnenabordnungen. Die Avantgarde des BSV hat in den letzten Jahren aus diesem Termin etwas ganz Besonderes gemacht: Vom Spanferkel auf Porzellan, über die Beförderungen, der Hut Taufe bis zum Jungschützen Königsschuss.

Man muss Traditionen kennen, um sie brechen zu dürfen. Das nahm sich Stabsgefreiter Tobias Ostermann zu Herzen und sagte: „Heute ein König“ und schoss den Jungschützenvogel ab.

Das Quartett Hauptmann der Jungschützen Thomas Schulze Beerhorst, Haup. Heiner Gosda, OLt. Bernhard Mathew und Spieß – OStFw. Julius Heuser haben sich einen ganz besonderen Dank an OLt. Koch ausgedacht. Das Original Fotobuch aus dem Nachlass von Annelie Leifeld, das Haup. Thomas Schulze Beerhorst anlässlich seines Antrittsbesuches bei Frau Leifeld übergab, wurde dem Gastgeber übergeben. Als Dank und mit dem Wunsch auch in Zukunft den Hof Bolsenkötter zum Schützenplatz umfunktionieren zu dürfen. „Wir können hier feiern, bis ich nicht mehr laufen kann“, zu dieser Aussage ließ sich der Gastgeber hinreißen.

Auszüge aus den Beförderungen: Zum Gefreiten befördert wurden Maximilian Dolowy (l.) und Nils Rittmeier.

Ein prächtiger Sonnenuntergang unterstützte die Atmosphäre und die Anwärter sorgten für die passende Kühlung.

Heinrich Winkelmann jr. (l.) Axel Bogdanowicz und Tim Hofmeister nahmen ihre Beförderung zum Stabsunteroffizier entgegen.

Um 23. Uhr befahl Haup. Thomas Schulze Beerhorst zum ersten Mal den kleinen Zapfenstreich im Rahmen des Jungschützenfestes und man fühlte: Hier bin ich Schütze, hier will ich sein.

Beförderungen der Offiziere 2018
Beförderungen der Offiziere 2018

Oberst Marcel Damberg (l.), Adjutant OLt. Hendrik Koch (2.v.l.) und Major Frank Beier (r.) flankieren die geehrten oder beförderten Offiziere des Bürgerschützenvereins Ahlen: Lt. Michael Krüger, OLt. Thomas Brockmann, Lt. Janis Bauer, Hptm. Heiner Gosda, OLt. Martin Büscher, OLt. Theo Büscher, Hptm. Theo Ostermann, OLt. Peter Grebenstein, Lt. Jörn Ringelkamp, OLt. Bernhard Mathew, OLt. Kai Fischer und Lt. Sandro de Marco (v.l.).

Auf der Offiziersversammlung im Garten des Restaurants „Chagall“ erhielten die ehemaligen Jungschützen Stabsfeldwebel Janis Bauer und Oberstabsfeldwebel Michael Krüger ihre Beförderung zum Leutnant und damit ihr Offizierspatent des Bürgerschützenvereins. Lt. Janis Bauer wird im nächsten Jahr, als Fachoffizier die schöne Aufgabe des zweiten Königsoffiziers übernehmen.

Sandro de Marco und Jörn Ringelkamp erhielten aus den Händen von Oberst Marcel Damberg in seiner Doppelfunktion als König und Oberbefehlshaber, ihre Bestallungen zum Offizier.

Geehrt wurden OLt. Thomas Brockmann, OLt. Martin Büscher, OLt. Theo Büscher, OLt. Peter Grebenstein und OLt. Kai Fischer für 25 Jahre treue Dienste im Offizierskorp.

Vom Spieß zum Oberleutnant der Jungschützen war für Lt. Bernhard Mathew ein schneller Weg. Mathew wurde auf dem Winterball kurzerhand zum Leutnant befördert um als Königsoffizier handeln zu dürfen. Nun zum Oberleutnant, um in Zukunft der zweite Mann im Jungschützenkorp zu sein.

Beförderung Heiner Gosda zum Hauptmann

Seine Beförderungsurkunde zum Hauptmann nahm OLt. Heiner Gosda, mit Freude entgegen. Gosda wird am Schützenfestfreitag auf dem Kommers das Amt des Hauptmann der Jungschützen von Hptm. Thomas Schulze Beerhorst übernehmen und somit bilden Hptm. Heiner Gosda und OLt. Bernhard Mathew in Zukunft das neue Führungsduo bei den Jungschützen.

66 Jahre Offizier Theo Ostermann

Eine besondere Ehre war es für alle Offiziere bei der Auszeichnung 66 Jahre Offizier des BSV von Hauptmann Theo Ostermann dabei sein zu dürfen.

Offiziersanwärter 2018 Sebastian Wels

Schütze (OA) Sebastian Wels ist der erste Offiziersanwärter, den die neue Uniformtrageregel „2 Jahre Anwärter in Grün“ betrifft. Nach 4 Jahren Mitgliedschaft im Verein, wird dem Neuahlener die Handhabe dieser Regelung zugetraut.

Pokernight im Pool auf dem Westfalendamm 44.

Die Architektur des Poolhauses der Villa Leifeld und das Wirken der Leifelds, insbesondere für das Jungschützenkorp, inspirierten den Oberleutnant der Jungschützen Heiner Gosda zu einer besonderen Idee. Eine Pokernight im Pool auf dem Westfalendamm 44.

Seine Jungschützen setzten am Samstag den 28.04. diesen Gedanken um. Der leere Pool wurde zum „Casino Royal“ und der Garten zum Aufmarschplatz der cool, feierlich, gekleideten Jungschützen und ihrer Gäste. In der Eröffnungsrede erinnerte Gosda an das besondere Verhältnis von Annelie Leifeld, das schon seit den 60.ger Jahren zu den Jungschützen bestand. Aus dieser Zeit stammte auch der Baustiel des Schwimmbeckens. Das Wissen um die außergewöhnliche Bedeutung des Ahlener Schützenwesens für ihren Mann, dem Ehrenvorsitzenden des BSV Theodor F. Leifeld und die Strahlkraft ihres Schaffens für die Gemeinschaft der Schützenbrüder als Beispiel für die Jungschützen.

Der Hauptmann der Jungschützen Thomas Schulze Beerhorst zeichnete an Ende des Abends den Gefreiten Nils Rittmeier und den Schützen Maxi Dolowy mit dem ersten und zweiten Preis des Turniers aus. Das Anwesen Leifeld und das danebenliegende Haus Stolz auf dem Westfalendamm wird in absehbarer Zeit abgebrochen und einer Neubebauung zugeführt.